... weshalb ich schreibe?

Foto-Quelle: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache / Kluge. © 1995 by Walter de Gruyter GmbH & Co. D-1057 Berlin.                        Foto: M. Plothe 

 

Ich war gerade zehn Jahre alt, als die Babelsberger Deutsche Film-AG für einen Dokumentarfilm einige Unterrichtsstunden an meiner Schule drehte. Im Fach Deutsch bekamen wir unsere Aufsätze zurück – selbst erdachte sommerliche Märchen und Geschichten. Die Kamera richtete sich auf Gesichter und Hefte und blieb schließlich an einigen meiner Zeilen hängen. Später wurde mein Heft im Drehteam herumgereicht: Überraschend ausgefeilt sei dieser Kindertext vom schlauen Hündchen und der dummen Wirtin, voller Witz und Phantasie, urteilte eine Redakteurin. Mit glühenden Ohren nahm ich meinen Aufsatz an mich und hörte mir an, dass aus mir eine große Schriftstellerin werden könne.

Zu diesem Zeitpunkt mag die Schreiberin in mir erwacht sein. Worte hatte ich schon immer geliebt; als winziges Kind hatte ich mir vorgestellt, wie es sein müsse, selbst Bücher lesen zu können. Später las ich mich exzessiv durch den elterlichen Bücherschrank und die Stadtbibliothek – und noch später auch durch Bücher, Skripte und Briefe, die die Babelsberger Redakteurin – inzwischen mit meinen Eltern befreundet – von ihrer West-Berliner Mutter bezog und in unregelmäßigen Abständen aus Ost-Berlin an meine Eltern schickte.

Dass ich 1996 tatsächlich Journalistin geworden bin – so wie sie es mir wieder und wieder ans Herz gelegt hatte -, das hat die vor dem Mauerfall verstorbene Freundin meiner Eltern nicht mehr erlebt. Aber ich denke oft und gern an sie. Und das Herzhüpfen, das ihre Anregung zum Schreiben seinerzeit in mir ausgelöst hat, das spüre ich immer dann, wenn sich meine Worte zu einem gelungenen Text formiert haben…

Dipl.-Journ. MARTINA PLOTHE



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Ich recherchiere, schreibe, fotografiere,

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Meine Themen:

 

Menschen und Lebensgeschichten, Kultur, Theater, Musik, Kirche, Denkmalpflege, Handwerk, Wirtschaft, Lebensart, Gesundheit, Alternativmedizin.

 

 

Meine Genres:

 

Portrait und Reportage im Magazin-Format, Featurestory, Interview, Bericht, Glosse, Nachricht, Sachtext, Pressemitteilung.

 

 

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